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Hintergründe zum Film

Regie des Filmes „The Fountainhead“ der in Deutschland unter dem meiner Meinung nach sehr unglücklichen Titel „Ein Mann wie Sprengstoff“ in die Kinos kam, führte der seit „The wizard of Oz“ (1939) bekannte Regisseur King Vidor, von dem auch der 1946 entstandene Film „Duel in the sun“ stammt. Die Handlung des Filmes basiert auf dem 1943 erschienenden gleichnamigen Roman von Ayn Rand, die auch an dem allerdings wenig erfolgreichen Film beteiligt war. Die Hauptfigur, Howard Roark, ist dem Architekten Frank Loyd Wright nachempfunden. Ebenso dienten Bauten Wrights, etwa die Falling waters oder der Johnson Wax Factory als Vorlage für einige der Entwürfe zu Bauten im Film. Außerdem finden sich weitere Parallelen von Personen des Filmes zu Personen im Leben Wrights. So ist der Architekt Henry Cameron eine Hommage an den Lehrer Wrights, an Louis Sullivan, den Vater des Funktionalismus. Auch gab es Verhandlungen mit Wright, diesen als Set Designer zu angagieren, doch scheiterten diese an Wrights horrenden Honorarforderungen, so daß schließlich der junge Filmarchitekt Edward Carrere zu dem Projekt herangezogen wurde. Die Entwürfe der Gebäude zum Film „The Fountainhead“ für den Architeketen Howard Roarks scheinen offenbar an europäische Architektur angelehnt zu sein. So erinnern der unverwirklichte Entwurf für das Bankgebäude wie ein Flügel des Enright-Hochhauses stark an das Gebäude der UN in New York. Dies fällt besonders in Hinblick auf die glatte Glasfassade des 1949 fast vollendeten Gebäudes auf. Die Entwürfe der zunächst erfolgreicheren Kollegen Roarks scheinen dagegen eher an Entwürfe aus amerikanischen Wettbewerbsbeiträgen angelehnt zu sein. Der Film „The Fountainhead“ erntete, als er in die Kinos kam, fast ausnahmslos negative Kritiken. Auch der Architek Wright, begeistert von Ayn Rands Buch, distanzierte sich schnell von dem Film, da er der Meinung war, daß das Bild des Architekten hier nicht angemessen, sondern eher übertrieben und einseitig dargestellt sei. Auch störten sich viele Kritiker an der Besetzung, besonders aber an der Darstellung Gary Coopers, der in den Augen vieler, zu hölzern agierte. Obwohl der Film kein finanzieller Erfolg war, denkt man derzeit bei Warner Bros. offensichtlich über eine Neuverfilmung nach, was vermutlich mit dem immer noch andauernden Verkaufserfolg des Buches zusammenhängt, daß sich derzeit jährlich noch über 100.000mal verkauft.